GESCHICHTE DER FÖRDERER DES MUSEUMS DER BILDENDEN KÜNSTE

Das Museum der bildenden Künste in Leipzig ist von seinen Gründungstagen an ein Ort des bürgerschaftlichen Engagements. Der Leipziger Kunstverein von 1837 – eine Bürgerinitiative für die Kunst in Leipzig – stellte dazu die Weichen. Der erste Museumsneubau am Augustusplatz, errichtet mit Mitteln des Leipziger Kaufmanns Adolf Heinrich Schletter (1793—1853), wurde 1858 eröffnet. Die notwendige Erweiterung erfolgte 30 Jahre später, ebenfalls mit der finanziellen Unterstützung eines Leipziger Kaufmanns: Franz Dominic Grassi (1801—1880).

 

Bedeutende Stiftungen bereicherten vor allem im 19. Jahrhundert die Sammlung und begründeten den Ruhm des Leipziger „Stiftermuseums“. Diese bürgerliche „Wohltätigkeit“ fand unter den politischen Verhältnissen nach 1933 ein jähes Ende und auch die politische Entwicklung in der DDR stand dem bürgerschaftlichen Engagement entgegen.

 

Seit 1943 hatte das Museum der bildenden Künste durch den kriegsbedingten Verlust des Gebäudes am Augustusplatz keine eigene Heimstätte mehr. In Interims, so im ehemaligen Reichsgericht und im Messehaus Handelshof, konnte der Kunstbesitz aufbewahrt und durch die Museumsmitarbeiter gepflegt und vermittelt werden. Die Kunstsammlungen blieben präsent, freilich mit folgenreichen Veränderungen: Die politische Grenze schränkte den Aktionsradius musealer Arbeit nachhaltig ein und weitere bürgerliche Stiftungen blieben aus.

 

Nach 1990 konnte das Museum der bildenden Künste mit zwei wichtigen Entscheidungen an seine mäzenatische Tradition anknüpfen. Die Sammlung Maximilian Speck von Sternburg wurde 1996 durch seinen Ururenkel und unser heutiges Vorstandsmitglied Wolf-Dietrich Freiherr Speck von Sternburg als Stiftung in das Museum der bildenden Künste eingebracht.

 

Im Jahr 2004 bereicherten Dr. Hans-Peter Bühler und Marion Bühler- Brockhaus die Sammlung mit 41 Werken der Schule von Barbizon und deren künstlerischen Umfeld. Damit wurde die mäzenatische Tradition der Gründerjahre wiederbelebt.

 

Bereits 1994 wurde der Verein „Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e.V.” gegründet. Seit dieser Zeit unterstützt der Verein das Museum bei Ankäufen, Ausstellungs- und Katalogprojekten sowie dem Audioguide und der Museumspädagogik.


Der Förderverein hat seinen Sitz im Museum der bildenden Künste.

 

Förderer des Museums der bildenden Künste Leipzig e.V.

c/o Museum der bildenden Künste Leipzig

Katharinenstraße 10

D - 04109 Leipzig

Tel: 0049 (0) 341 216 99 918

Mail: foerderer.mdbk@leipzig.de